





Nachdem wir uns ein zweites Mal New Plymouth angesehen haben, sind wir bis nach Stratford gefahren. Von dort aus ging es erstmals in den Egmont National Park mit dem eindrucksvollen Mount Taranaki, dessen schneebedeckte Spitze schon von weitem zu sehen war. Dieser 2518m hohe Vulkan ist 1755 das letzte Mal ausgebrochen und nun einer der meistbestiegenen Berge Neuseelands! Dort haben wir mal wieder eine Loop-Track- Wanderung gemacht, einen kurzen Abschnitt von einem 300km langen Netz aus Wanderwegen, rund um den Berg und bis auf den Gipfel. Sind an mehreren Wasserfällen und kristallklaren Bachläufen vorbeigekommen und durch den märchenhaften Goblin-Forest gestapft, der wirklich so aussah wie aus einem Bilderbuch entsprungen. Haben auf einem echt guten, kostenlosen Campingplatz in Kaponga übernachtet, von dem man eine klasse Sicht auf den Mountain hatte 🙂
Am nächsten Tag gings schon früh aus den Federn und um 10 Uhr waren wir schon im National Park, um diesmal einen 6-stündigen Gipfelaufstieg zu wagen! Vollbepackt mit Wasser, Powerriegel, Regenjacke, Kamera und was man eben sonst noch so braucht, sind wir dann am Rande des Berges -von 900 Höhenmetern- losgestartet und haben nach einer Weile schon die Baumgrenze erreicht. Fast der ganze Weg bestand aus Stufen, die eine richtig unangenehme Höhe hatten, was einen dann auch nach einer Weile gut ins schwitzen gebracht hat. Die letzen 1-2 Stunden Aufstieg waren saumäßig steil und verliefen nur noch über riesige Schotterfelder, bei denen man einen Schritt hoch gemacht hat und zwei wieder runtergerutscht ist!! War ziemlich ermüdend, vor allem das letzte Stück! Die Beine waren oben relativ zerstört. Wir waren dann irgendwann auch nur noch in den Wolken und man musste sich richtig beeilen, wenn man ein Foto machen wollte, bevor sich wieder eine weiße Wand vor die fantastische Aussicht geschoben hat.
Nach 3 Stunden Aufstieg (und 1000 Höhenmeter bezwungen) haben wirs dann auch geschafft gehabt und sind auf dem unteren Gipfel (Fanthams Peak) angekommen.
Wir hatten oben sogar Schnee und haben Nikolaus also auch mit „weihnachtlicher Stimmung“ verbracht! Das wird wahrscheinlich auch alles sein, was dieses Jahr an Schnee hergeht ;D Dort gabs noch eine gemütliche Hütte, sogar mit einem kleinen Plastikweihnachtsbaum (ich will gar nicht wissen wer den da hochgeschleppt hat?!?), wo wir dann im windstillen unsere Energiereserven -mit leckeren Pestonudeln- wieder aufgefüllt haben!
Noch ein bisschen die unglaubliche Aussicht von der Spitze genossen, bevors wieder einigermaßen fit an den Abstieg ging. Hier sind wir dann wirklich fast nur noch halb gerutscht, halb runtergestolpert und man musste aufpassen das man nicht zu schnell wurde und hinfliegt oder einen ganzen Steinrutsch verursacht hat…
Beim Parkplatz wieder angekommen, waren wir dann ziemlich erledigt! Limit erreicht! Haben uns erstmal ins Auto gefleezt und kurz entspannt …die Wadl’n und Füße haben jetzt schon wehgetan, aber der Muskelkater war definitiv schon vorprogrammiert 😉
















