







Jepp! Gestern gings mit schönem Wadlziehen wieder Richtung Norden …wir warten nämlich zurzeit auf unser Weihnachtspäckchen, das es hoffentlich durch den Zoll schafft und in ein paar Tagen in New Plymouth, mit allen Leckereien, ankommt! Bis dahin müssen wir ein bisschen die Zeit totschlagen…
Also sind wir die Westküste hoch, über eine geschlungene Berstraße und zu unserem Zielort Mokau, der direkt an der Küste liegt. Dort in der Nähe sind wir dann zum „Elephant Rock“ und zu den „Three Sisters“ gefahren. Diese Sandsteinformationen bilden sich von Zeit zu Zeit neu, weil sie durch die Flut weggewaschen werden oder neue Felsen hinzukommen. Man kann sie sich deshalb auch nur bei Ebbe anschauen. Zurück am Campingplatz, haben wir dann beschlossen ein Brot selber zu backen, weil wir keine Lust mehr auf das gute „Bürgenbrot“ hatten ;D Der Versuch ist aber leider ein bisschen missglückt, weil unser Teig nicht richtig aufgegangen ist, dass was zum Schluss rausgekommen ist war aber trotzdem lecker!Am nächsten Morgen gings zu den White-Cliffs, wo wir einen kurzen Halt gemacht und den Strand erkundet haben.
Auf dem Weg nach Taumarunui haben wir eine Abkürzung über eine unglaublich idyllische Straße- weg vom Highway- genommen und sind durch Farnwald, Schluchten, kurvige Bergstraßen gefahren und an friedlichen Schafwiesen vorbei. In Taumarunui nochmal vollgetankt und die Essensvorräte aufgefüllt, bevor es auf den Forgotten World Highway ging, einer der landschaftlich schönsten Streckenabschnitte Neuseelands 🙂
Wie der Name schon sagt, soll die Straße angeblich sehr ungepflegt sein und nicht ungewöhnlich, wenn abgerrutsche Steintrümmer im Weg liegen oder es ein bisschen holprig wird auf dem 12km- langen Schotterweg! Aber es war halb so schlimm! Wir sind losgestartet und durch wirklich einzigartige Hügellandschaft gekommen, die sich terassenartig und schon fast ein bisschen kitschig, kilometerweit erstreckt hat und teilweise wie gemalt aussah …ohne Witz! Die kurvige Straße führte weiter über viele kleine Berge, mit Aussichtspunkten oben, durch einen uralten Tunnel und überall waren wieder Schafe! Während die Sonne langsam unterging sind wir noch durch eine Schlucht gefahren, wo uns auf einmal aus dem dichten Urwald Ziegen vors Auto gehüppft sind!! Die sind da einfach so frei rumgelaufen und wirkten richtig fehl am Platz, zwischen den ganzen Farnpalmen und dem anderen Gestrüpp.
Abends sind wir auf einem ziemlich verlassenem aber echt netten Campingplatz gelandet. Nachdem wir den Besitzer nicht ausfindig machen konnten, haben wirs uns einfach gemütlich gemacht und waren dann bis auf die Bauarbeiter und den drei Australiern, allein dort. Die waren echt cool, machen gerade alle zusammen eine Radeltour durch NZ und haben uns erzählt wo sie schon überall waren. Es ist wirklich bewundernswert wie viele Leute Neuseeland mit dem Fahrrad bereisen und am Tag oft mehr Kilometer zurücklegen, wie wir mit dem Auto! Und das alles noch bei den ganzen Bergen, Regen und Schotterstraßen! Respekt! In der Früh haben wir dann einfach bei Simon, einem der Bauarbeiter gezahlt. Sowas lobt man sich doch, wenn man da locker easy übernachten kann und nicht irgendein blödes Gatter hat wie auf den abgeriegelten Holiday Parks, die einem überall mit ihren strikten Regeln kommen und total unentspannt sind. Die Leute, die immer diese sterile Sauberkeit und diese überordentlichen, geschleckten Stellplätze brauchen, kann ich da einfach nicht nachvollziehen! Da macht doch so ein schnuckeliger Campingplatz viel mehr her…
Nach unserem Gönnerfrühstück, mit Bacon, Ei und Kaffee gings dann auf jeden Fall topfit weiter nach Stratford, wo uns leider auch schon wieder das schlechte Wetter eingeholt und der Forgotten World Highway geendet hat!




















