Nun ist es soweit -der 2. Januar- unser letzter Tag auf der Nordinsel und in Wellington… Nach fast 4 Monaten kann man glaub ich sagen, dass wir so gut wie alles gesehen & endeckt haben und bis in die hintersten Winkel gereist sind …dass es jetzt schon irgendwie ein kleiner Abschied von der Nordinsel ist. Da wir bei der Fähre erst um 5pm sein mussten, haben wir in der Früh erstmal in Ruhe unseren ganzen Kram wieder ins Auto verstaut, den wir überall im Haus verteilt hatten! Waren froh das wir wieder alles beisammen hatten… uns gings öfter so, dass wir irgendwelche Sachen gebraucht hätten während wir in der Stadt waren :-/ irgendwie war das schon immer praktisch wenn man sein Kühlschrank, seine Kleidung, usw. bei sich hatte 🙂
Am Vormittag waren wir dann noch ein letztes Mal in Wellington, wo wir uns mit ein paar Leuten aus der Arbeit verabredet haben, war ganz cool mal wieder bekannte Gesichter zu sehen und sich auszutauschen was bisher bei jedem so passiert ist.
Danach war es auch schon soweit, dass wir zum Check-In zur Autofähre fahren mussten, wo wir mitsamt Karren im Bauch der Interislander Ferry verfrachtet wurden 😉 Um 7 Uhr haben wir abgelegt und die dreistündige Überfahrt der ruppigen Cook Strait ging los.Trotz hohem Wellengang und eiskaltem Wind auf Deck, sind wir ohne zu Kotzen, gut im Hafen von Picton angekommen 😀 Im Dunkeln noch schnell den Campingplatz ausfindig gemacht, wo wir am nächsten Morgen gleich mal mit Regen begrüßt wurden. Über den Queens Charlotte Drive mit mäßiger Sicht auf die Malborough Sounds, sind wir den Regenwolken entwischt und richtung Cape Farewell. Im Abel Tasman Nationalpark in einem Campingplatz zwischen Schafen und Wald übernachtet, nachdem wir vom Highway runter sind und mal wieder 11km enge Gravel Road gefahren sind, mit manch abenteuerlichen Ausweichmanövern 😉 Tag 2 auf der Südinsel, haben wir noch schnell das ca.170m tiefe Harwoods Hole o’gschaut und sind dann auch schon weiter, an der Golden Bay entlang bis zum nordwestlichsten Punkt der Südinsel- dem Farewell Spit. Von dort aus gings in den Norden des Abel Tasman National Parks, wo wir mit sau viel Glück noch einen Stellplatz ergattert haben. Da hier jetzt die Hochsaison begonnen hat und super viele Leute unterwegs sind, ist es ultra schwer geworden irgendwo einen Platz zu kriegen, wenn man nicht gerade Wochen davor gebucht hat 🙁 Alle Campsites sind überfüllt und sie schicken einen oft nur noch weiter ..da ist nix mehr mit spontan oder spät abends noch irgendwo ankommen!!
Gleich in der Früh unsere erste Wanderung gestartet (sind einmal vom Norden und vom Süden in den Nationalpark reingestept) und bei gefühlten 28°C im Schatten bergauf & bergab durch atemberaubende Buchten und über gelbe und weiße Sandstrände gestapft. Die Sonne hat einen während dem 12km- Herumgelaufe sowas von erledigt, in Neuseeland ist das echt brutal mit dem Ozonloch und der hohen Luftfeuchtigkeit, richtig tropisch!
Beim Abendessen haben wir Matt aus Californien und Jan aus Holland kennengelernt, mit denen wir später noch länger gemütlich zusammensaßen und was getrunken haben. Die Beiden waren echt cool drauf :), haben sich in Sydney getroffen, dort für eine Weile als Barkeeper gearbeitet und sind von da an zu zweit weitergereist. Haben uns alle gut verstanden und beschlossen zusammen einen anderen Teil vom Abel Tasman zu erkunden (diesmal vom Süden aus!). Der ca. 60km lange Abel Tasman Costal Walk ist einer von den neun spektakulären Great Walks, die in ganz Neuseeland verstreut liegen, deshalb sind wir auch einer Menge Leute begegnet, die mit Zelt und allem aufgepacklt bis zum „Gehtnichtmehr“ waren und gerade ihre Mehrtageswanderung gelaufen sind! Die haben doch ein Sockenschuss!!! mit einem 14- Kilo- Backpack und bei dem Wetter :O Wir haben an dem Tag zwar auch stattliche 20km zurückgelegt, sind aber dazwischen noch ganz entspannt Baden gegangen und haben uns danach noch an den Strand gefleetzt ;D So gehört’s!
War auf jeden Fall ein witziger Tag mit den Guys, hatten viel zu lachen und einen ordentlichen Englisch Input. Jan hat währenddessen sein ziemlich gutes Skifahrdeutsch (Obstler, biiittee!; Schniiitzel, biiittee!; Germknödel, biiittee! :D) aufgebessert und konnte so auch einiges auf Englisch übersetzen, das wir nicht wussten…
Nach den zwei Tagen waren die Wadl’n und Oberschenkel fast am zerbersten …mal wieder!! Vollkommen gerädert sind wir abends in einen Tiefschlaf gefallen und am nächsten Morgen weiter nach Nelson, am Split Apple Rock vorbei.




































