Hier und da, der Kilometerstand steigt!

Sind noch zwei Nächte in Nelson geblieben, eine auf dem Campingplatz und die andere auf einem kostenlosen, wo es nur so von biestigen kleinen Sandflies gewimmelt hat, das glich schon fast einer Mückeninvasion! Da hat man sich nur noch mit Mückenspray rausgewagt und war schon innerhalb von Sekunden komplett umzingelt …ohne Fenistil ging da gar nix mehr. Sind zurzeit wieder fleißig auf Jobsuche und haben es in Nelson und Richwood bei sämtlichen „fruitpicking“-Stellen versucht. Leider erfolglos, bei allen Apfelbauern, Weinleuten, usw. ist nicht viel geboten, die meinten alle es gibt kaum mehr was zu tun und die Saison sei einfach schon rum, also sind wir gleich weitergezogen. Cable Bay war unser nächster Halt, nur ein Stückchen weiter, wo man mal wieder nur von Hügeln, Schafen und unglaublich blauem Meer umgeben war. Danach den 6er- Highway runtergebraust, der uns immer näher an die Ostküste geführt hat, davor aber noch einen Zwischenstop bei den fantastischen Malborough Sounds eingelegt, wo wir eigentlich eine mehrtägige Kajaktour machen wollten. Erst ein Stück zwischen den ganzen Inselchen und Buchten reinschippern, nur mit Zelt, Proviant und dem ganzen stuff dabei :), dort übernachten und am Tag drauf alles auf dem Festland zurückspazieren. Haben uns schon ultra drauf gefreut und extra einen Großeinkauf beim teuren Foursquare gemacht, damit wir auch nicht verhungern die zwei Tage 😉 …dann hat der Kajakverleihtyp nochmal angerufen und meinte wir können morgen nicht losstarten, weil der Wind zu stark geht. Naaa toll!! Also haben wir das auch fürs Erste auf Eis gelegt, vielleicht kommen wir hier ja nochmal vorbei :/ (Haben am nächsten Tag das Wetter gecheckt und es hatte 110 km/h Windgesch., das wär dann mit dem Kajak echt ungemütlich geworden …oke oke ich sehs ja ein :D, trotzdem schade!! Sind dafür abends auf einem netten Camp gelandet, wurden gleich mit selbstgebackenen Bananenmuffins empfangen und sind, als es dunkel wurde, noch in den Wald gestept und haben dort unglaublich viele Glühwürmchen gesehen …sah richtig mystisch aus! Das kann man auch nicht mit den Glühwürmchen daheim vergleichen, weil das hier eine Art Wurm ist, der in feuchten, lehmigen Wänden sitzt und blau vor sich hin leuchtet. Mit Stirnlampen durchs Gebüsch geschlagen – den Trek zurück- bis wir auf einer großen Wiese waren, wo wir lauter Opossums entdeckt haben, die da rumgehüpft sind. Knuffige kleine Kerlchen 🙂 Über Picton, die lange Gravelroad bis Robin Hood Bay und richtung Blenheim, einer der größten Weinanbaugebiete der Südinsel. Man konnte auch überall bei Weintouren mitmachen – scheint hier ein absolutes „Must- do“ für Weinkenner zu sein- oder Fahrräder ausleihen und selbst von Weinkeller zu Weinkeller fahren. Was wir so von Matt und Jan gehört haben, soll das eine Riesengaudi gewesen sein!! Mit dem Radl bsuffig rumfahren und Wein probieren bis nix mehr geht 😀
In Blenheim haben wir auch unseren nächsten Versuch gestartet und mehrere Betriebe abgeklappert, Leute angeschrieben und rumtelefoniert… immer noch ohne Erfolg! Alle haben uns geraten weiter in Süden zu fahren und es dort zu probieren, anscheinend soll die Saison in der Region Christchurch und Canterbury noch am laufen sein. Also gings die Ostküste runter und bis nach Christchurch, was aber ursprünglich nicht unser Plan war. Eigentlich wollten wir die Westküste zuerst anschauen und so die Erkundung der Erdbebenregion um Kaikoura, Christchurch, Seddon noch ein wenig aufschieben. Den „Plan“ haben wir dann aber wieder umgeworfen …was für „Pläne“ eigentlich, das ist bei uns eh immer so eine Sache! Wir sind eher so die spontanen Traveller, die einfach mal drauflosfahren und in der Früh nichtmal wissen wo sie am Abend ankommen 😉 Schon ein gutes Gefühl FREI zu sein und jeden Tag aufs Neue zu entscheiden was man heute erleben oder anschauen will. Da kommt man nach kurzer Zeit wie von selbst in einen Tagreinlebemodus, ohne Pläne, ohne Verpflichtungen… An dieser Stelle kann man mal erwähnen, das wir mit unserem Jasper aka Rollercoaster bisher schon seit über 13.000km on the road sind, nach über 4 Monaten!! Das macht sich auch ordentlich bemerkbar, müssen der Tankstelle fast jeden zweiten Tag einen Besuch abstatten 🙂

Unserer Roadtrip geht also weiter nach Christchurch, nur leider nicht die kurze Strecke straight runter, sondern der ca. 8-stündige Umweg, weil die Straße nach dem letzten Erdbeben in Kaikoura immer noch gesperrt ist und man umfahren muss. Ist aber alles halb so wild, dafür sind wir an dem schönen Lake Rotoiti vorbeigedüst und hatten nach Sonnenuntergang einen genialen Blick auf die Sterne und Milchstraße!

Cable Bay

Mal wieder hoch hinaus!

Die Nachtwanderung.

Wurm statt Falter

Die GlühWÜRMCHEN 😀 ..man hat wirklich super viele an dem Abend gesehen.

Possumjagd, mit der Kamera versteht sich!

Windy wheater: When you try to take a photo in New Zealand and end up like this!!!

Unser Brotzeitspot…

Robin Hood Bay

In Blenheim gabs ein Weinfeld nach dem anderen, da kam gleich ein italienischer Flair auf, mit den alten Backsteingebäuden und der trockenen Steppenlandschaft.

Fahrt richtung Christchurch

Lake Rotoiti

Eine nächtliche Fotosession eingelegt …und ja ich weiß ich muss mir dringend ein Stativ zulegen, des wird ja sonst nix!

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