Es geht weiter: In der Früh wurde seit langem wieder schön ausgeschlafen, da hat der Wecker einen dann nicht um 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen, wie bei der Arbeit! Ein Stück weiter und raus aus dem Kaff Roxburgh, haben wir Dunedin angesteuert. Davor sind wir noch zwei Nächte auf einem Campingplatz geblieben, direkt am Meer mit Sandstrand. Ich hab das in den letzten Wochen richtig vermisst!! Gleich abends an den Strand gechillt mit einem Bierchen und netter Gesellschaft aus Bad Tölz 🙂 Da wurden dann wieder lustige Geschichten ausgepackt und es gab ordentlich was zu lachen… Die Dunedin Halbinsel war unser nächtes Ziel, wo wir eine kleine Fahrt über die Insel gemacht haben, mehrere Strände abgeklappert und schöne ausichtsreiche Straßen entlang getuckert sind, Seelöwen gesichtet und zum Schluss noch beim Royal Albatross Centre vorbeigeschneit sind. Die Viecher sind wirklich der Hammer!! Haben mal kurz ins Infozentrum reingeschaut, wo man auch die extra Führungen buchen muss um die Vögel von Nahem zu sehen …das war uns aber zu teuer! Konnten trotzdem von weiter weg zwei, drei Albatrosse spotten. Die sehen aus wie Riesenmöwen, mit einer Flügelspannweite von bis zu 3m und brauchen laut Infotafel erst den richtigen Windauftrieb, um ihren Wanst in die Höhe bewegen zu können 😉
Ein Stück weiter außerhalb konnten wir mal wieder kostenlos stehen, wo es abends leckere Wraps gab… In der Nacht wurde es saukalt, was in letzter Zeit häufiger vorkommt, obwohl es noch mitten im Sommer ist! Viele Einheimische haben auch gesagt, dass das Wetter dieses Jahr verrückt spielt und wir wohl eines der verregnetsten Jahre erwischt haben… ja guut :/
Den Tag haben wir mit der angeblich steilsten Straße der Welt gestartet, auf der manche versucht haben hochzufahren… die zwei übermütigen Radfahrer hats auf der Hälfte fast gelegt, weil die Steigung so krass war und runter haben die Bremsen auch gut geraucht 😉 Andere sind mit dem Auto rauf oder haben sich sogar per Taxi hochkutschieren lassen, da hieß es dann mit viel Anlauf und durchgedrückter Hupe, das alle zur Seite springen, den vollbeladenen Karren hochjagen!! Das ein oder andere Auto hat da schon gestottert, um den Berg zu bewältigen. Bevor wir durch die Stadt spaziert sind, waren wir noch beim Signal Hill Lookout, mit Sicht auf ganz Dunedin. Später haben wir uns eine Art Gallery angeguckt und sind anschließend im City Centre rumgetrudelt, nebenbei einen Art Trail abgelaufen, mit Graffitis von unterschiedlichen Streetart-Künstlern. Am Tag drauf gings von Milton nach Fortrose, wo wir das schlechte Wetter abgepasst haben, abends noch mit zwei aus Frankfurt gemütlich Karten gespielt, während draußen mal wieder gefühlte Minusgrade geherrscht haben!
In der Früh standen dann die Catlins auf dem Plan, ein Gebiet ganz im Südosten, direkt an der Küste. Zuerst gings zum Waipapa Lighthouse, wo wir am Strand wieder einen Seelöwen entdeckt haben, weiter am Slope Point (dem südl. Punkt Neuseelands) und Curio Bay vorbei, bis zu den Koropuku Falls. Der von zwei Männern angelegte Weg, zu den Wasserfällen, sah echt nett aus, mit kleinen Brücken und zerstückelten Palmstämmen, die als Pfaduntergrund dienten. Man hat gleich bemerkt, dass da einiges an Arbeit drinstecken muss. An der geschlängelten Küstenstraße sind wir sofort weiter, ein kurzer Stop beim Florence Hill Lookout mit Sicht übers Meer und die umliegenden Buchten an der Küste, bevor uns der Marathon weiter zum „Lost Gypsy Caravan“ geführt hat. Es war als hätte man eine andere Welt betreten, wie ein Ausflug in seine Kindheiheit, voll von verrückten Ideen… dieser -wie der Name schon sagt- große Wohnwagen, war randvoll mit ausgeklügelten, lustigen und kreativen Erfindungen und Sammelstücken von einem Typen, der das jetzt schon 17 Jahre macht. So ein richtiger Tüftler, der dort auch seine eigene Werkstatt hatte und jeden Tag fleißig am basteln ist! Man hätte dort -ohne Witz- Stunden verbringen können, so viel gab es zu endecken und bestaunen 😉
Danach war es auch schon 5 Uhr und wir sind in Windeseile zum Strand in der Roaring Bay geflitzt, schließlich war dort der Grund, warum wir noch die Schlechtwetterfront abgewartet haben und nicht schon auf dem Weg in den Südwesten waren: Pinguine!!♡♡
Man hatte also hier endlich mal die Chance, Pinguine zu sehen (sogar Yellow- Eyed- Penguins, die seltenste Art hier in NZ) und das in freier Wildbahn und nicht irgendein überteuerter, abgesperrter Affenzirkus als Touristenfänger! Diese wahrscheinlich einmalige Chance wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind nix wie hin… Gegen 6 sind wir dann angekommen und haben uns gleich auf den Weg Richtung Wasser gemacht. Auf halber Strecke war ein kleines Spähhäusl errichtet, wo man extra warten sollte, um die sehr scheuen Tiere nicht zu verschrecken. Dort war es möglich, gut getarnt, durch mehrere Fenster zu gucken und so die Pinguine von ihrer Rückkehr aus dem Meer zu beobachten 🙂 Also standen wir locker über eine Stunde mit einer Menge von Leuten, die das Spektakel genauso wenig wie wir verpassen wollten und haben geduldig gewartet. Ein Ranger war auch da, der fast jeden Tag kommt und schaut ob noch alle Pinguine, von den derzeit 17 brütenden Paaren, da sind… Er hat auch Fotos rumgezeigt und den Ungeduldigen versichert, dass es nicht mehr lange dauert. Irgendwann wurde plötzlich ein flitzender Streifen im Wasser ausgemacht und dann war der Erste auch schon da… Alle haben am Fenster geklebt und wie wild fotografiert, da war ganz schön was los… Zum Schluss waren es fünf Pinguine die wir zu Gesicht bekommen haben, noch länger wollten wir nicht warten. Aber das hat uns gereicht 🙂 Ich mein, immerhin! Waren schon süß, sind die ganze Zeit am Strand rumgewatschelt und haben sich geputzt.
Ein Stückchen weiter sind wir nochmal raus und zum Nugget Point gejoggt, damit wir den Sonnenuntergang am Leuchtturm nicht verpassen …jaja ich weiß schon wieder ein Leuchtturm, die gibt es hier in NZ wirklich im Überfluss! Aber hat schon was, wenn man da oben steht und in die Ferne guckt, unter dir die Seelöwen und Möwen rumwuseln und die Sonne langsam über der Küste untergeht ….hach 😉
In Invercargill- weiter südwestlich- sind wir zum Bluff Hill gefahren, der auf einer Halbinsel lag, mit Sicht aufs Meer und die Stadt. Bei dem Berg hat der Rollercoaster ganz schön gekämpft!! Ich sag nur 20kmh… Danach haben wir uns saugute Fish& Chips gegönnt, die wir bei einem kleinen Takeaway-Shop geholt haben… riesige Portion und noch dazu local Fisch! Tag zwei, zuerst im Queenspark rumgetingelt, mit einer Art Tiergehege und dort haben wir sogar ein paar Wallabies gesehen. Da es den ganzen Tag geregnet hat, sind wir ganz spontan ins Kino, wo wir uns „Lion“ angeschaut haben, der schon länger auf dem Plan stand. Einen wirklich guten Film, sehr empfehlenswert! Schaut ihn euch an 🙂

































