Fiordland National Park

Unsere Reise ging weiter, am Meer entlang über Riverton und Pahia, in den größten National Park Neuseelands 🙂 Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen kurzen Stopp bei den Limestone Caves in Clifden eingelegt, der sich absolut gelohnt hat. Wie bei einer Höhlenwanderung üblich, haben wir uns mit Stirnlampen bewaffnet und sind los zum Eingang, der hinter ein paar Büschen verborgen lag. Nix wie rein wurde es auch schon super finster und man konnte sich nur noch an den markierten Leuchtpfeilen orientieren, die einen laut Campermate ca. 300m in die Höhle reingeführt haben… war ganz schön abenteuerlich, allein unter der Erde mit etlichen Abzweigungen die einen wahrscheinlich ins Nirgendwo geführt hätten. Wir sind also den Wegmarkierungen gefolgt und immer tiefer in die verzweigte Höhle. Man hatte dauernd das Gefühl, dass es bergab ging, aber so genau konnte man das nicht sagen, richtig gruselig wenn man sich da mal verläuft!! Die Tunnel waren teilweise so eng, dass man durchkriechen oder sich schon halb durchzwängen musste, überall hat es von der Decke getropft und die Wände waren ziemlich lehmig, also beste Voraussetzungen um Glühwürmchen zu sehen. Dem war auch so, haben ab und zu unsere Lampen aus gemacht, kurz abgewartet und ein paar blaue Lichter über uns entdecken können. Irgendwann sind wir nicht weiter gekommen, weil man durch ein großes mit Wasser gefülltes Becken musste um weiter zu kommen, man aber leider nicht gesehen hat wie tief das war und auch nicht drumherum gehen konnte. Bevor wir dann draufgehen, sind wir lieber umgedreht 😀 Die Höhlenwände sahen aber einfach nur krass aus, auf jeden Fall eins meiner besten, kostenlosen Highlights hier in NZ!!! Abends sind wir auf einem Campingplatz am Lake Manapouri gelandet, von wo aus wir am nächsten Tag nach Te Anau, vorbei am Eglinton Valley Viewpiont mit Sicht auf schneebedeckte Gipfel, zu den spiegelglatten Mirror Lakes gedüst sind. Mal wieder pures Glück mit dem Wetter gehabt, strahlender Sonneschein und fast wolkenloser Himmel.. Bei einem Lookout ‚gscheit gebrotzeitlt, bevor wir noch einen kleinen Teil vom Hollyford Track gelaufen sind.In der Früh mussten wir dummerweise beim Campingplatz tanken, damit wir noch ankommen, weil es nur dort die einzige Zapfstation weit und breit gab! Haben statt den üblichen 2$/ Liter gleich mal das doppelte löhnen müssen!! Das witzige daran war, das die Zapfsäule uralt war und man per Hand pumpen musste, dass überhaupt was rauskam 😉

Danach sind wir MAL wieder zum Wandern aufgebrochen! Das ist echt ein Problem, dass man fast überall nur zu Fuß hinkommt – ohne Wandern keine geilen Aussichten… aber wir sind ja eh mittlerweile die Wanderfreaks schlechthin also easy zum Lake Marian raufgestapft. Der steile 1,5h Aufstieg den Mount Christina hoch, über Wurzeln und Felsbroken wurde oben mit einem fantastischen Blick auf den See und mehrere Wasserfälle belohnt.

Auf einem von den DOC- Camps im NP übernachtet, die aber böse teuer geworden sind, da die Preise für die Sommersaison angehoben wurden! 13$ pp nur für eine Toilette :€ ist schon übertrieben!?! Unsere Essensvorräte waren unter anderem fast alle aufgebraucht, also wurde das was wir noch hatten brav eingeteilt …zum Mittagessen gabs restlichen Reis und Fischdose und zum Frühstück wurde dann das Knäckebrot rausgekramt …also absoluter Sparmode 😉 Anschließend zum Milford Sound aufgebrochen, was hier das Ziel ALLER Touristenbusse ist, die dort täglich zu dutzenden die Leute hinkarren! Durch einen langen Tunnel, wo wir davor das Glück hatten und Keas gesehen haben. Die seltenen, bunten und kaum mehr scheuen Papageie, sind da überall herumgeflogen und haben für die Touristen gepost. Noch ein Stück weiter und man ist im Herzen des National Parks gelandet, wo man von Kajakfahren, Helikopterflügen, bis hin zur beliebten Milford Ferry Cruise, einiges unternehmen konnte. Wegen der Bootsfahrt zum Milford Sound, einem Fiord den man leider nur per Boot erreicht, kommen hier die meisten her, weshalb es auch unglaublich überlaufen ist. Da wird man durch die ganzen Menschenmassen, Shuttlebusse & Co. komplett vom eigenentlichen Spektakel abgelenkt! Vom Dampfer aus konnten wir viele sogar Pinguine, Robben, Seelöwen und Delfine sichten, aber neeeein wir haben natürlich keine Schiffsfahrt gemacht. Da wir die letzten Tage sowieso kein Netz hatten um eine billige Earlybird- Cruise zu buchen, ist das wohl ausgefallen und stattdessen die 100$ gespart! Also gings für uns nur auf einen Lookout und einmal die Promenade am Wasser entlang. An Tracks war nicht viel geboten, sodass wir schon bald wieder zurück zum Camp sind. Als Abschluss noch bei den Chasm Falls vorbeigeschaut, wo wir auch ganz zufällig wieder eine ganze Truppe Leute aus der Arbeit getroffen haben, die zusammen unterwegs sind.

Der kostenlose Camp an der Monkey Island

Die Lehmhöhle in Clifden

Viel zu eng! Da wo wir grad so durchkriechen konnten, da hätte ein Erwachsener bestimmt schon klaustrophobische Zustände bekommen..

Hier war wieder Schildkrötenmodus angesagt 😉

Tadaa…

Manche Löcher und Durchgänge waren echt so eng, dass man schon fast kämpfen musste, um seinen Wanst durchzuzwängen ;D

Geschafft!! Wir sind heile wieder am Ausgang angekommen..

Lake Manapouri

Eglinton Valley Viewpoint

Mirror Lakes

Hier kam ein Aussichtspunkt nach dem anderen..

Endlich am Hollyford Track, nach kilometerlanger Schotterstraße!

Die Wanderung zum Lake Marian

​​

Der Bergsee war wirklich eiskalt, was aber einige nicht davon abgehalten hat ein kurzes Erfrischungsbad zu nehmen. Pffff, solche Spinner!!

Sonnenuntergang am Campingplatz

Konnten endlich mal ein paar Keas zu Gesicht bekommen 🙂

Diese Papageien sind frecher als sie aussehen… haben ungefähr jedes Auto attackiert, um an den Dichtungsschleuchen zu knabbern!

Lookout in Milford Sound, auf den Mitre Peak

Die Chasm Falls

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert