Queenstown & Glenorchy

Nachdem wir Neuseelands größten National Park verlassen haben, sind wir nach einem Zwischenstopp in Lumsden endlich in Queenstown gelandet. Queenstown, die Stadt voller Aktivitäten, wo man quasi nichts nicht machen kann. Das Angebot an actionreichen, adrenalintreibenden Trips könnte wirklich größer nicht sein, hier gibt es einfach ALLES, von Hubschrauberflügen, Jetboatfahren, Rafting, Heißluftballonfahrten, Mountainbiking, Paraflights, Skydive bis hin zum höchsten Bungee-Jump NZ!! Es kommt also jeder auf seine Kosten, ob groß oder klein… Schon verrückt, die Stadt lebt hauptsächlich von solchen Adrenalinjunkies, die hier ihr Geld lassen um ein oder gleich ein ganzes Paket an Fun-Sport-Sachen zu machen! Das haben wir auch gleich gemerkt, als wir in der Stadt rumgetrudelt sind, man findet ein Buchungsbüro nach dem Anderen, die einen mit ihren Angeboten versuchen zu catchen 😉

Seitdem wir auf der Nordinsel den Paraglider mit seinen krassen Stunts auf dem Mt. Maunganui gesehen haben, hat uns das nicht mehr losgelassen, an dem Tag haben wir dann beschlossen, dass wir das auch unbedingt ausprobieren müssen. Das erste was wir also gemacht haben, als wir in Queenstown waren… genau, in die City gesteppt und dort einen Paraglideflug gebucht. Wo sonst, wenn nicht hier!

Das war eigentlich ziemlich easy, sind bei einem von den dutzend Anbietern (haben kurz davor noch gecheckt, wer die besten Preis- Leistungsverhältnisse hat, längste Flugzeit, höchster Absprungpunkt, etc.) angetanzt und konnten ganz spontan einen Termin ausmachen. Für den folgenden Tag stand dann also unser Flug fest und wir haben uns gefreut wie kleine Kinder 🙂 Daraufhin noch ein super leckeres Eis geholt und an der Uferpromenade des Lake Wakatipu entlang geschlendert, die für eine touristisch überfüllte Stadt echt ganz nett war, mit mehreren Cafe’s, Restaurants und Straßenkünstlern. Selbst hier gibt es noch genügend Spektakel, dem man gespannt zuschauen konnte! Unser geplantes Treffen mit einer alten Realschulfreundin hat an diesem Tag leider nicht mehr geklappt, also gings danach auf den Campingplatz, der 20 min außerhalb von Qtown lag.

In der Früh mal mit mehr Euphorie aus dem Bett gestiegen, die Freude ist sonst nie sooo immens, wenn einen der Wecker um 7 aus dem Schlaf reißt 😛 Nach einem kleinen Müsli, saßen wir auch schon im Auto und auf, zum Tourismusbüro/Treffpunkt, wo wir gegen 8 Uhr endlich zum Coronet Peak aufgebrochen sind- unserem Absprungberg 🙂 Mit trällernder spanischer Gute-Laune-Musik von unserem Shuttlefahrer und noch drei anderen Leuten haben wir uns also auf den Weg gemacht… Oben angekommen, wurden wir sofort von unseren Tandempartnern David & Roland empfangen. Die anderen haben einen Hangglide (Drachenflug) gebucht, also waren wir erstmal die Einzigen, die gestartet sind. Ich wurde als Erstes eingewiesen und David, mein Tandempilot, hat mir den ganzen Ablauf erklärt. In ein paar Minuten war auch schon der Paraglideschirm ausgebreitet und wir waren fertig zum Abflug 🙂 Er meinte bei der nächsten Windböe müssen wir beide die 10m bis zum Bergrand laufen und nicht aufhören bis wir in der Luft sind. Auf LOS! gings los und von einem auf den anderen Moment waren wir in der Luft! Man sitzt eigentlich die ganze Zeit über in einer Art Sitzsack macht es sich gemütlich und genießt die atemberaubende Aussicht ♡♡ Es war wirklich großartig, man hat sich komplett schwerelos gefühlt und ist über den Wald und die Berge unter einem geschwebt, wahnsinnig geiles Gefühl!! Einfach super!!!! Obwohl wir vom unteren Take Off gestartet sind -der Wind vom Oberen hat leider nicht gepasst- waren wir ca. 15 min in der Luft, leider viel zu kurz aber es war trotzdem jeden Dollar wert! Kurz vor der Landung, hat David nochmal ein paar coole „Stunts“ gemacht, da wurde man ‚gscheid durchgeschüttelt und rumgeschauckelt, von all den wilden Pirouetten. Vor lauter Wind, hatte man eine totale Mundwüste und tränende Augen 😉 Unsere Tandempartner waren aber echt beide richtig cool drauf und wir konnten auf der Rückfahrt in die Stadt noch den einen oder anderen „local“ Tipp ergattern. Gleich im Anschluss haben wir uns mit einer Realschulfreundin getroffen, mit der wir bis zur 10. in einer Klasse waren und die dieses Jahr auch total zufällig nach Neuseeland wollte. Schon witzig: daheim schafft man es nicht, sich innerhalb von 2,5 Jahren zu treffen und hier begenet man sich dann wieder am anderen Ende der Welt!! Aaaalles klar 😀 Mal abgesehen davon, dass zurzeit jeder nach NZ kommt.

Wir waren dann zusammen mit zwei anderen aus ihrem Hostel am See, haben bisschen gequatscht und uns anschließend noch in den Park gefleezt.

Hatten zwar an diesem heißen Tag überhaupt keine Lust mehr irgendwas zu unternehmen, haben uns aber doch noch aufgerafft und den Queenstown Hill Walkway gemacht – 2,5 Stunden hin & zurück! Es war vieeel zu heiß, weil wir natürlich die kluge Idee hatten, in der Mittagshitze loszulaufen, als wir wieder unten waren, war ich nur noch erledigt! Auf dem Weg zum Campingplatz gabs noch ein eiskaltes Bad im Lake Wakatipu, der sich mit mehreren Biegungen um die Berggipfel von Qtown windet.

Am nächsten Morgen stand der Ben Lomond Track an, der hatte es echt in sich!! Es fing schon mal damit an, dass wir den Start vom Wanderweg nicht gefunden haben. Sind daraufhin eine halbe Ewigkeit mit dem Auto rumgekurvt, haben aber nicht den Anfang (von dem wir loslaufen wollten) gefunden. Letztlich sind wir doch im Tal gestartet, was uns unterm Strich noch eine Stunde mehr gekostet hat. Nach dem ganzen Rumgesuche und -gefahre wars dann auch schon 12 bis wir alles parat hatten und los sind! Bis zum eigentlichen Ben Lomond Track wars also ein gutes Stück, was sich als sehr steil entpuppt hat, genauso wie der restliche Weg :D, der einfach nicht aufgehört hat stetig steiler zu werden. Nach den Angaben braucht man circa 6-8 h um auf der Spitze anzukommen, die auf 1.748 m liegt. Davon haben wir allein über 5 h für den Aufstieg gebraucht!!! Ohne Witz, es war brutal STEIL! Der Anfang (durch Queenstowns berühmt-berüchtigten Bikepark, wo die ganzen Verrückten mit ihren Downhill-Mtbs die Trails runtergebrettert sind) verlief wenigstens noch durch Wald, wo man noch nicht so arg von der Mittagsgitze umgehauen wurde, was sich aber schlagartig geändert hat, als die Baumgrenze hinter uns lag, da kam man dann schon gut ins Schwitzen 😉

Nach ungefähr der Hälfte des Aufstiegs sind uns plötzlich lauter Leute begegnet, die alle noch richtig frisch aussahen, das lag aber nur daran, dass die alle mit der 30$- Gondel raufgefahren sind …tss, tss, tsss. Solche Schummler!! Es gab aber auch wieder einige Durchgeknallte, die da den Berg hochgeheizt sind, als würden sie verfolgt werden… Die letzte Stunde bis zum Gipfel hat einem nochmal den Rest gegeben, man ist sowieso nur im Schneckentempo vorangekommen aber das Stück hats getoppt. Ich glaube meine „neue“ bisher anstrengendste Wanderung. Mit zitternden Beinen die letzten Meter hochgeschleppt und bei einer herzhaften Stärkung die fantastische Aussicht genossen. Wir wurden oben auch sofort von den frechen Keas begrüßt, die sich über dein Essen hermachen wollten und die ganze Zeit nach deinem Brot gegeiert haben! Wegen einem heranziehenden Gewitter mussten wir uns schon bald wieder auf den Rückweg machen, also die 1.400 m wieder runter, was aber relativ schnell ging! In eineinhalb Stunden waren wir wieder beim Auto, von insgesamt 7 h… abends nur noch kaputt ins Bett gefallen.

Lange Ausgeschlafen und am Mittag noch einen super leckeren „Devils-Burger“ geholt und zusammen mit fettigen Garlicpommes, die mit Käse überbacken waren, am See gegessen. So haben wir uns das lange Anstehen bei dem saumäßig überlaufenen „Fergburger-Laden“ gespart, wo absolut jeder hingeht, der nach Queenstown kommt! Unsere Tandempartner meinten auch Devils ist besser, also alles richtig gemacht 😉

Gegen Mittag waren wir dann in Glenorchy. Das kleine Örtchen, direkt am See, liegt ein bisschen außerhalb von Qtown. Dort haben wir es auch ENDLICH geschafft uns gegenseitig die Haare zu schneiden und unser Brot mit der Sauerteiggrundmischung zu backen (hehe, ist ja nicht so, dass das Weihnachtspaket schon vor Monaten angekommen ist… neee).

Nach drei Tagen gings wieder zurück über Queenstown nach Wanaka…

Lake Wakatipu

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Hoch hinaus 🙂

Queenstown Hill Walkaway

Ben Lomond Track

Wenn man genau hinschaut sieht man ein paar Striche, die da rumwuseln! Das war die letzte Killer-Stunde, danach war ich fix und alle 😀

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Die kleinen Racker!

Die Aussicht vom Gipfel, das sind wir alles hochgekraxelt…

Jump!

Unser Campingplatz außerhalb von Queenstown

Die Fahrt nach Glenorchy, am See entlang..

Erstmal die Rentner nachahmen …immer dieser Gruppenzwang 😉 Abgesehen davon hab ich in dem Häusl mal das Durchschnittsalter drastisch gehoben! Hahaha ein sehr sehr interessantes Schild ist das da…

Endlich wieder BROT ♡♡

Bis halbzwei in der Kälte stehen und sich die Finger abfrieren ist ganz normal für ein paar Fotos 😀 😛

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