Jetzt ist es schon das dritte Mal, dass wir in Wanaka landen ;D Echt lustig wenn man sich schon überall auskennt, weil man z.B. eine Strecke schon zum dritten oder vierten Mal fährt!
Nach der Feier in Queenstown sind wir zwangsläufig wieder durch Wanaka gekommen, da wir die Westküste hoch wollen. Komplett zerstört sind wir wegen der Autofahrt und dem wenigen Schlaf an den See gefahren, aber nicht mal soweit gekommen auszusteigen, sondern gleich ins Bett gelegt und erst nach drei Stunden wieder aufgewacht… kann man mal machen 😀 Haben uns nach dieser Aktion auf den Campingplatz gechillt, nur noch gekocht und sind totmüde ins Bett gefallen. Was für ein Tag! Der Folgende war dafür ein wenig aktionsreicher… am Mittag gings zum Robs Roy Glacier, wo wir einen 21/2 Stunden return Track gelaufen sind. Die Wanderung war relativ easy und der Gletscher sehr beeindruckend, mit der Abendsonne und den vielen Wasserfällen. Die Fahrt dorthin war auch nicht schlecht, weil man auf der nicht enden wollenden Gravelroad öfter Mal durch kleine Fiorde fahren musste, aber das ist hier ja ganz normal 😉 Für den nächsten Tag haben wir uns mit den zwei Franzosen verabredet, die auch auf der Geburtstagsfeier waren und spontan vorgeschlagen haben zusammen wandern zu gehen. Treffpunkt war gegen sieben in der Früh am Parkplatz vom Isthmus Peak, also im Dunkeln aufgestanden und zum Berg getuckert. Mit tollem Sonnenaufgang auf die Franzosen gewartet, die sich ein bisschen verspätet haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten den richtigen Trackeingang zu finden (mal wieder!), konnten wir dann auch durchstarten… ich bin fast gestorben!!! 1.100 Höhenmeter auf insgesamt 16 km gewandert und das in viereinhalb Stunden statt sechs, mit den Burschen waren wir also ganz schön flott unterwegs! Normalerweise rennen die zwei Verrückten alle Berge hoch, sind aber für uns extra langsam gelaufen. Karla und ich haben solche Leute immer ausgelacht, die bis an die Zähne mit Wanderstöcken, Trinkblase, Wanderhose und Funktionsshirt bewaffnet, an einem vorbeigeflitzt sind. Jetzt haben wir das selbst mit solchen Oberwanderfreaks gemacht, die die Berge hochjoggen! Der Peak lag auf 1.385 m, von dem man auf der einen Seite den Lake Wanaka und von der anderen den Lake Hawera sehen konnte. Dazwischen war der Isthmus, auf dem es gewaltig windig war und wir unsere Brotzeit deshalb ein Stück weiter unten, im Windschatten, in uns reingemampft haben. Der Abstieg war wie immer schnell geschafft und nach einer kurzen Verabschiedung waren wir schon auf dem Weg zu den Blue Pools. Sobald wir Wanaka hinter uns gelassen und uns der West Coast genähert haben, fing es schlagartig an zu regnen! Kurzerhand wurde dann beschlossen, erstmal die Schiffe abzuwarten und ein Powernap zu machen, schon ein großer Vorteil, wenn man sein Bett immer dabei hat 😀 Wir haben letztlich drei Stunden durchgeschlafen, weil wir so verdammt kaputt waren von der Wanderung…
Standen also schon auf dem Parkplatz, sind aufgestanden, hatten aber absolut keine Lust bei dem Regen und dem Haufen Sandflies zu den Pools zu laufen… im Auto schnell was gegessen und dann sind wir wieder zurück nach Wanaka, wo strahlender Sonnenschein war!! Die einstündige Fahrt hat sich also richtig gelohnt 😛 jaja manchmal fahren wir echt einen Schmarrn zusammen, was solls! Wegen der Aktion hatten wir auf jeden Fall mal wieder einen unglaublichen Lachflash! Ganz schlimm!!!! Wenn das im Auto passiert, muss ich manchmal schon links ranfahren, weil ich nicht mehr kann 😉 ..dann müssen wir uns erstmal vom Tränenlachen erholen, bevor ich weiterfahren kann!
Nachdem am nächsten Tag mein Geburtstag war, wollte ich auf einem Campingplatz sein, wo man gemütlich frühstücken kann und nicht bei Regen aufwachen. Das haben wir dann auch gemacht, in der Früh gabs fast ein Festessen, mit Bacon & Eggs, Müsli, Obst und Kaffee 🙂 Da der Wetterbericht weiterhin „schlecht“ vorausgesagt hat, ging es spontan zum Mount Cook, das Einzige was wir in der Gegend um Wanaka noch nicht gesehen haben. Der Schlemmertag hat mit einer riesen Portion Fish & Chips im Twizel geendet, wo wir nach einer Übernachtung endlich unsere Steuererklärung und anderen Organisationskram in Angriff genommen haben.















