Back again in Wanaka

Es ging also wieder nach Wanaka! Ich dachte wirklich nicht, dass ich hier nochmal herkomme. Aber wie das in Neuseeland so ist, verschlägt es einen unerwarteter Weise doch hin und wieder in die selbe Stadt! Wir sind hier während unserer Arbeitssuche schon mal vorbeigekommen, haben uns damals aber nicht groß was angeschaut, weil wir es ziemlich eilig hatten in den Süden zu kommen… bis auf den spektakulären 😉 Wanakatree. Unser Plan war diesmal den Roys Peak Track noch mitzunehmen, von dem alle so begeistert waren. Als wir auf dem netten Campingplatz in Albert Town (15min von Wanaka, im nächsten Ort) angekommen sind, haben wir ganz spontan mal die Opotikicrew- den Grundschulfreund von Karla und dessen Freunde- angeschrieben, mit denen wir seit der Nordinsel in Kontakt geblieben sind. Wie der Zufall so will, waren die an genau DEM Tag natürlich auch in Wanaka!!! Whaaat 😀

Eine Stunde später saßen wir auch schon alle zusammen und haben gemütlich bei unserem Stellplatz am Fluss geköchelt und fleißig erzählt, was bisher so passiert ist. Haben sie dann auch in unseren Plan eingeweiht, bei Nacht auf den Roys Peak zu stapfen und uns vom Berg aus den Sonnenaufgang anzusehen. Da sich die Begeisterung sehr in Grenzen gehalten hat, haben wir einen Deal ausgehandelt: Wir kommen auf Daniels Geburtstag und fahren dazu außerplanmäßig alles wieder zurück nach Queenstown, wenn sie mit zum Wandern kommen. Das ist doch wohl mehr als fair!

Am nächsten Morgen wurde gemütlich gefrühstückt, bis wir auf dem Camp einen Fußball gefunden haben… wir wollten uns schon so oft eine Frisbee oder ähnliches zulegen, haben es dann aber doch jedes Mal bleiben lassen 🙂 Naja, die ursprünglichen Besitzer haben anscheinend den Ball vergessen und sind auch nicht mehr zurückgekommen, aaalso haben wir jetzt einen Ball 😉 es wurde natürlich gleich eine Volleyballsession eingelegt.

Danach sind wir zur „Quelle“ gefahren und haben dort unsere Wasserreserven wieder aufgefüllt. Hier trifft man immer irgendwelche Leute an, die ihre Flaschen voll machen. Bestes Quellwasser, das zur Abwechslung mal nicht nach Gartenteich oder Chlor schmeckt 😉 Den restlichen Tag haben wir alle zusammen am See gechillt, sind baden gegangen und haben uns ein riesigen Pott TipTop-Eis geteilt. So genießt man den Sommer!! Wir wollten eigentlich noch eine Brotzeit machen, als uns aufgefallen ist, dass wir unsere Kühltruhe auf dem Campingplatz vergessen haben. Hatten aber keine Lust mehr extra deswegen zurückzufahren: „ Jaja, die wird sich schon keiner nehmen!“

Mhhh, das haben wir gemerkt… als wir abends wieder bei unserem Platz ankamen, war die Kühltruhe nämlich nicht mehr da 😀 Wir haben daraufhin alle Leute, die in der Nähe standen gefragt, ob unsere große blaue Box zufällig gesichtet wurde. Leider erfolglos! Als wir schon fast aufgegeben haben, ist uns noch der alte Mann in seinem Wohnwagen eingefallen. Er war unsere letzte Chance und sieh einer an, zum Schluss hatten wir unsere Kühltruhe mit all unserem Essen wieder. Was für ein Engel! Er hat gesagt, dass er sie vorsichtshalber mal weggestellt hat, nachdem schon einige neugierige Leute einen Blick reingeworfen haben 😉 Also ist unser geplantes Abendessen doch nicht ins Wasser gefallen.

An dem Abend haben wir noch die drei ehemaligen Travelmates der Jungs kennengelernt, mit denen sie wohl eine Weile unterwegs waren und die auch gerade in Wanaka gelandet sind. Da der Wetterbericht-Check nicht so prickelnd ausgefallen ist, haben wir beschlossen noch einen Tag abzuwarten, bevor wir die Wanderung machen. Wenn man da schon hochstapft, dann nicht, wenn die Sicht schlecht ist…

Am Tag darauf, war früh aufstehen angesagt! Um 2:30 sind wir aus unseren Betten gekrochen, haben alles zusammengepackt und sind los. Auf dem Weg zum Berg fast drei Igel plattgefahren, hier in NZ wuselt es nachts echt gewaltig auf den Straßen!! 3:45 wurden die Rucksäcke aufgesattelt und losmaschiert. Die drei anderen Mädels sind schon früher los, damit sie sich nicht so beeilen müssen, wir Wanderfreaks haben dafür noch eine halbe Stunde länger geschlafen 😛 Mit Stirnlampen haben wir zügig die ersten Höhenmeter zurückgelegt und zwischendurch öfter mal einen Halt für ein Sternfoto oder ein Schluck Wasser eingelegt. Der Berg war mal wieder einer von der dauersteilen Sorte, aber mit guter Motivationsmusik sind wir schnell vorangekommen. Das letzte Stück zum Gipfel hat einen nochmal schön zerlegt, danach haben die Wadl’n ordentlich gebrannt! Beim Hochgehen haben wir schon ein Zelt gesehen und oben lag auch einer tief in seinen Schlafsack gemummelt und hat geschlafen. Ansonsten war bis auf ein paar weitere Leute kaum was los, im Gegensatz zu tagsüber, wo man anscheinend für ein Foto vom Gipfel anstehen muss!?!?

Weil wir nur 2,5 h hoch gebraucht haben, mussten wir die restliche Stunde in der eisigen Kälte, mit Warten, verbringen… da wurden die Klamottenschichten, die wir beim Aufstieg nach und nach ausgezogen haben, schnell wieder ausgepackt. Der Wind war richtig kalt und man hat schon nach kurzer Zeit nichts mehr gespürt, sodass wir uns alle zusammenkuscheln mussten. Ich hab kaum mehr meine Finger bewegen können, weil ich durchgehend Fotos gemacht habe. Die Anderen haben alle ihre Arme in die Jacke packen können und zum Schluss waren nur noch rumschlackernde Ärmel und bis oben eingepackte Personen zu sehen 😉

Um 7:15 sind endlich die ersten Sonnenstrahlen zum Vorschein gekommen und wir hatten eine unglaublich tolle Aussicht, auf die Stadt, den Lake Wanaka, die Berge ringsum und das von 1578m. Top!!!! Frühstück ausgepackt mit heißem Tee, Nutellasemmel und der Rest hat sich Wraps gemacht. Danach gings wieder runter und jetzt hat man den steilen Weg mal im Hellen betrachten können, da taten einem die kleinen schwarzen Punkte schon ein bisschen leid, die so langsam den Berg raufgekrochen kamen. Freiwillig wär ich da bei Tag nicht hochgestapft! 1300 Höhenmeter, 8 km hoch und 8 km runter …we made it!

Zurück am See haben wir unsere Handtücher geschnappt uns hingeflackt und ein Nickerchen gemacht. Nach einer fetten Schale Eis und einer Abkühlung im See, haben wir uns verabschiedet und sind wieder über die Passstraße nach Queenstown, wo am nächsten Tag die Party steigen sollte. Vormittags noch das Geburtstagsgeschenk besorgt, Alkohol gekauft, geduscht und noch einen Happen gegessen, bevor es auf die gemietete Skihütte ging. Die lag übrigens auf dem gleichen Berg, von dem wir für unseren Paraglideflug abgesprungen sind. Im Laufe des Abends kamen die knapp 20-30 eingeladenen Leute …ein sehr gemischter Haufen, mit denen man aber eine Menge Spaß hatte 😀 Die Hütte war riesig und wir hatten genug Platz für einen Bierpongraum und einen Raum mit Tanzfläche.

Gewaltig verkatert ging es für uns wieder weiter und wohin? Natürlich zurück nach Wanaka ;D

Hatten schon wieder einen abnormalen Sternenhimmel!!

Milkyway♥

Wanaka at night 🙂

Reached the top…

Der Fotograf friert 😀 aber die Hände sind noch dran..

Was für eine Sicht!

Passstraße nach Queenstown

Die Aussicht von der Skihütte, das nenn ich mal eine gute Location 🙂

Geburtstagscrew

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