Nelson und Malborough Sounds

Gerade von der Westküste verabschiedet sind wir auch schon auf dem Weg nach Nelson. Den Buller Gorge mit der großen Swingbridge haben wir uns gespart.. die Schlingel wollten freche 10€ Eintritt!! Hängebrücken gibt’s in Neuseeland aber nur zu Genüge, da haben wir also nichts verpasst. An der Touristenfalle vorbei sind wir irgendwann im Dunkeln auf einem Campingplatz gelandet und haben uns dort nur noch schnell Wraps gemacht. In der Früh wurden wir von einem Touristenbus voller Asiaten geweckt, der für einen Lunchstop auf dem Camp gehalten hat. Die haben alle in unser Auto gelugt und neugierig geguckt, als wir da verpennt aus dem Rollercoaster geklettert sind 😛 Das Frühstück ist diesmal wieder sehr kurz ausgefallen und mit „Off“ bewaffnet, aber die Sandflies haben einen trotzdem gekillt, da half auch nicht sich bis obenhin einzupacken! Danach das restliche Stück bis Nelson zurückgelegt, wo wir anders als beim letzten Mal nicht auf den Stellplatz in die Stadt gefahren sind, weil dort am nächsten Tag ein großer Wochenendsmarkt stattfinden sollte. Haben dafür noch einen anderen kostenlosen ausfindig machen können und wurden absolut überrascht als wir dort aufgekreuzt sind!! Welche Ganoven waren nämlich noch auf dem Camp?!?! Die Hamburger!! Wir sind so angekommen und dann: „Warte mal, das da drüben ist doch der Bus von Felix & Tobi!“ ..“nee das kann doch nicht wahr sein :D“ Sind gleich rübergelaufen und sieh einer an, sie waren’s wirklich! Eigentlich hatten wir uns schon in Wanaka verabschiedet, weil sie ihre Fähre zurück auf die Nordinsel erwischen mussten und sich auf den Weg nach Germany befanden.. so saßen wir also total zufällig abends wieder zusammen bei einem Bierchen 🙂 Wie wir dann erfuhren, hatten die zwei noch ein wenig Zeit zu überbrücken, bis sie in Picton sein müssen. Auf unserer Hinfahrt nach Nelson haben wir spontan noch was mit dem Rentner ausmachen können, den Karla beim Angeln auf dem Gentle Annie Campingplatz an der Westküste angesprochen und uns daraufhin eingeladen hat, anzurufen wenn wir in der Gegend sind..
Am Morgen haben wir vier zu allererst eine mehr als dringende Dusche gesucht und sind mit unserem ganzen Duschzeigl durch die Stadt, zu dem Häusl mitten auf dem Marktplatz. Wie es der Zufall will, haben wir in der Dusch- Ansteh- Schlange den Schweizer entdeckt, den kaputten Hund 😉 Alle fresh und sauber, noch kurz in den Rummel vom Markt gestürzt bis wir uns auch schon auf zur Kirche gemacht haben, wo wir mit Vince verabredet waren. Mit seinem übertrieben sauberen, neuen Auto hat er uns eingesammelt und wir haben uns, frisch geduscht, immer noch richtig ranzig gefühlt in seinem penibel geputzten Schlitten, dass wir schon Schiss hatten unsere Schuhe auf dem Fußmatten abzustellen! Aufs Neue überwältigt, wie viel Glück man eigentlich haben kann, sind wir zusammen durch Nelson gefahren und Vince hat uns ein paar Sachen zur Stadt erzählt und uns unter anderem seinen Lieblingsstrand gezeigt. Er ist außerdem begeisterter Trainer für junge Bowlsspieler, was vergleichbar mit einer Art Boccia auf Rasen ist. Nachdem er uns gefragt hat, was wir noch nicht erkundet haben, sind wir ins nördlich gelegene Motueka gefahren, einem kleinen Fischerörtchen, wo wir sogar noch zum Mittagssen eingeladen wurden?!?!? Nach mehreren Versuchen des Ablehnens, haben wir aufgegeben und uns ein Gericht in dem – für unseren Standard- viel zu teurem Lokal geteilt. Das Essen war ein absoluter Wahnsinn ♡♡!! Ein köstlich gebratenes Steak, auf getostetem Brötchen, mit Käse überbacken und French Fries ..*hach super lecker! Mit Sicherheit das Beste Essen seit langem, in diesem Camping- Spar- Modus! Es ist echt unglaublich und immer wieder erstaunlich, wie herzlich die Menschen hier sind. Auf unsere Frage, warum er das alles macht, meinte er nur er gibt Leuten gerne was zurück und hat Spaß daran.. was einfach bemerkenswert ist. Okay, man hat sofort gemerkt, dass er wohl einen guten Batzen Geld auf der hohen Kante haben muss, aber der kam schließlich nicht vom nix machen! Das selbst Erarbeitete aber mit irgendwelchen dahergelaufenen Fremden zu teilen.. Respekt!! Wir haben uns noch lange mit ihm unterhalten und seinen Tipps und Geschichten für Südostasien gelauscht. Sogar bei seinen Kontakten hat er rumtelefoniert, um sich nach möglichen Jobs für uns zu erkundigen, weil er wusste das wir uns gerade wieder nach Arbeit umschauen?! Später hat er uns zurück in die Stadt gebracht, wo wir uns nur hundertmal bei ihm bedanken und nicht mehr als eine Einladung aussprechen konnten, falls er jemals nach Deutschland kommt, was er wohl bald mit seiner Frau vorhat 🙂 Die nächsten zwei Tage haben wir noch mit den Hamburgern verbracht. Dem ewigen Regen haben wir mit einer großen Plane vom Warehouse und einer Heckklappe- an- Heckklappe- Formation standgehalten und in unserer Hochburg eine chillige Curry- Kochaktion gestartet. Ein erneuter Abschied, diesmal aber richtig und dann hieß es für uns „next stop“ Marlbourogh Sounds. Diesmal hatten wir mehr Glück mit dem Wetter, sodass wir endlich die Kajaktour durch das Fiordland machen konnten, was wir vor 3 Monaten schon einmal probiert hatten. Zurück auf dem gleichen Camp. mit den netten Besitzern und den tollen Bananenmuffins zur Begrüßung, haben wir also nochmal einen Versuch gestartet. In der Früh gings zum Kajakverleiher, dort haben wir ein sehr anschauliches, einstündiges Sicherheits- Briefing durchgekaut und unsere Ausrüstung bekommen. Danach sind wir alle zum Wasser, haben unsere Kajaks geschnappt, den ganzen Kram in den Drybags verstaut und sind losgeschippert 🙂 Das Tagesziel war ein Campingplatz auf dem Queen Charlotte Track, ein bekannter Wanderweg, der durch die Sounds führt. Mit Karte und schön viel Gegenwind sind wir einfach mal drauf losgepaddelt, mit stetigem Ausschauhalten nach einem Picknickplatz an einem der Strände, von denen unser Bootsfritze geredet hat… so ein Witzbold, da war kein einziger Anlegeplatz, nur steile Felswände!! Also sind wir weiter und haben uns durch die immer höher werdenden Wellen gekämpft. Ab und zu mussten wir die Seitenläufe der Fjorde überqueren, die die einzelnen Buchten gebildet haben, wo uns der Wind nochmal hat schwitzen lassen. Jedes Mal wenn wir auf der anderen Seite angekommen sind, wieder im Schutz der Klippen, haben die Arme gut gebrannt ;D
Am Ufer haben wir tausende Quallen entdeckt, die da im Wasser rumgewabbert sind und bei der Weiterfahrt sind wir total erschrocken, als es plötzlich laut geprustet hat.. auf einmal war ein Delfin direkt hinter uns und ist sofort wieder abgetaucht, unter meinem Paddel durchgeschwommen nur 20cm vom Boot entfernt, sodass man ihn locker berühren hätte können!! An der Kajakspitze ist er wieder aus dem Wasser gesprungen.. richtig krank! Die Aktion hat uns echt geflasht 😛 Einfach so nah.. unbeschreiblich!!! Kurz darauf haben wir noch um die 10 andere gesichtet, die an uns vorbeigezischt sind. Haben versucht noch weiter ranzupaddeln aber der Trupp war viel zu schnell, da blieb auch leider keine Zeit mehr, die Kamera aus dem verstauten Drybag zu kramen :/. Nach drei Stunden anstrengendem Armworkout sind wir in eine der Buchten, auf der Suche nach einen Brotzeitplatz. Was Gescheites haben wir aber auch da nicht gefunden, außer einen großen Privatsteg zu einem Grundstück, das zum Verkauf ausstand. Tja, nachdem da Keiner war, haben wir dreist angelegt und uns erstmal aus unseren salzigen, pitschnassen Sachen geschält. Alles zum trockenen aufgehängt, einen Happen gegessen und noch ein Powernap eingelegt.. der Steg war perfekt dafür. Den letzten Rest nochmal durchgeballert und nach 5h auf dem Wasser, Sonnenbrand und bisschen zerlegten Armen, wars dann auch wieder gut. Die Kajaks an den Strand gewuchtet, unseren stuff zusammengesucht und noch eine halbe Stunde zum Campingplatz gewandert… natürlich fast alles bergauf, wär ja sonst langweilig 😉 Nach einer kalten Dusche ins Zelt gekrochen und zersmasht, eingeschlafen.. das wir über Nacht keine Isomatten hatten (man kann eben nicht alles von daheim mitnehmen und zum ausleihen gab’s leider auch keine), hat sich am nächsten Morgen schon ein wenig bemerkbar gemacht. Alles zamgepacklt, unter anderem das nasse Zelt, da es in der Nacht geregnet, sich aber den restlichen Tag recht gut gehalten hat. Die einzige Enttäuschung war, das wir komplett in Nebelwolken festsaßen, als wir die Köpfe aus dem Zelt gesteckt haben! Naaa toll! Ausgerechnet heute, wo die Wanderung durch eines der schönsten Gebiete Neuseelands ansteht. Nachdem wir und das französiche couple, dass auch noch bei dem 2- day- trip dabei war, unser Zeug an den Typen vom Kajakverleih loswerden konnten, gings los. Das erste Stück haben wir zügig zurückgelegt und wir hatten Glück, da es doch noch aufgeklart ist und man bei den Hügelspitzen des ewigen Auf- und- Abs die Aussicht genießen konnte 🙂 Nach 24 km in 5 Stunden sind wir zurück beim Auto gewesen, haben unsere letzten Vorräte zusammengekramt, was zum Schluss mit Nutellaknäckebrot und sauren Gurken geendet hat. Noch eine Nacht beim Campingplatz geblieben, was Ordentliches gekocht und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Nach der Tour waren wir nur noch fertig aber dafür war es richtig nice!! Es hat sich absolut gelohnt die 3 Monate abzuwarten 😉

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Kleiner Nachtrag zu Karamea

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Ab auf’s Wasser!
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Szenerie vom Feinsten 🙂
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War leider zu spät, um die Delfine aufs Buidl zu bringen..
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Wurde mal eben für eine Pause ausgeliehen, danke dafür 😉

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Auf und um dem Steg ist genug Platz, schön gelegenes Grundstück, vom Haus -innen- konnten wir uns allerdings kein Bild machen.. kann ich zukünftigen Interessenten aber trotzdem nur weiterempfehlen, hehe!
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Erstmal aus den Ätzklamotten raus..

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Sexy Hexi ist rettyy zum Aufbruch 😀

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Neee, wir sehen nicht fertig aus!

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Zwerg am Start 😉

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Day 2- heute wird alles zurück gewandert

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